Seit nunmehr fast 10 Jahren beherrscht Bitcoin die Medienlandschaft. Nachdem sich der schwankende Kurs von 20.000 US-$ auf derzeit um die 6000 US-$ herunter bewegt hat, ist es in der öffentlichen Diskussion einigermaßen still geworden. Zeit zum Reflektieren.

Automatisch stößt man dabei auf die Sicht der Wiener Schule für Volkswirtschaft, die viele Jahre vor Bitcoin & Co eine unabhängige Geldwirtschaft gefordert hat, unabhängig von Einflüssen, die mit der ureigentlichen Bestimmung von Geld als Tausch- und Aufbewahrungsmittel nichts gemein haben.

Hat sich doch heute das Geld von dieser Bestimmung gelöst und dient in erster Linie politischen Ambitionen und Machtübungen, mit der Folge, dass alle die Menschen, die bestimmungsgemäß nur tauschen oder sparen wollen, immer mehr Geld für ihre Produkte ausgeben oder feststellen müssen, dass ihr Geld immer mehr an Wert verliert.

Aber nicht nur Inflation, sondern alle möglichen staatlichen Manipulationen, die die ständig wachsende Geldmenge ermöglicht, Zinsen, Bargeldabschaffung, gläserner Bürger, zunehmender Verlust der Privatsphäre befördern den Verlust von Vertrauen  – das Diktat des Monopols.

Viele Jahre später wird die Idee der Wiener Schule Realität. Geld ohne Staat. Eine neue Technologie mit dem Potenzial, Wirtschaft und Gesellschaft komplett zu verändern. Polypol statt Monopol. Weltweit komplett dezentral.

Verlagerung der Verantwortung für das eigene Geld. Eine neue Selbstbestimmung.  Eine Idee, die unglaublich erscheint, weil wir anderes gewohnt sind, weil wir ganz anders erzogen wurden.

Mit viel Skepsis wird der Gedanke an eine neue Freiheit begleitet, während mutige Unternehmer die Entwicklung beschleunigen. Neue Technologien brauchen Zeit.

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