Krypto, in Deutschland eine Herausforderung

Warum hinkt Deutschland in der Entwicklung digitaler Währungen hinterher?

Unser Leben soll doch vereinfacht werden.

Eine revolutionierende Technologie ändert unsere Konzepte und Gewohnheiten, die uns unser ganzes Leben begleitet haben.

Sind wir Deutschen bemüht, Risiken möglichst zu vermeiden, sind wir eher dafür, dass alles beim Alten bleibt?

Wir lernen hier, Bewerbungen zu schreiben, während man zum Beispiel in den USA  schon in der Schule lernt, wie man einen Businessplan schreibt, also lernt, selbstverantwortlich zu sein.

Bei Bitcoin fehlt der Verantwortungsträger. Es gibt keine Zentralbank, die wir für Geldwertverlust, es gibt keine Bank, die wir für Negativzinsen und Gebühren verantwortlich machen können. Selbst dann, wenn eine Bank pleitegeht, es kann unmöglich unsere Schuld sein.

Digitale Währungen verschieben die Verantwortungen in unsere Richtung. Nur wir selbst sind unsere eigene Bank. Nur wir selbst haben die Verantwortung für unser Geld.

Die USA sind Innovationsweltmeister, aber auch bekannt für größere Risikobereitschaft und schnellere Akzeptanz von Neuerungen, eben für die Offenheit gegenüber neuen Technologien.

Es gilt hier nicht, die eine oder andere Mentalität zu bewerten oder gar zu kritisieren. Ob es nun “besser” oder “schlechter” ist, offener oder zurückhaltender gegenüber neuen Technologien zu sein, entscheidet schließlich jeder Mensch selbst.

Bitcoin und Freiheit

Allen Widersachern und Kritikern zum Trotz. Hier bahnt sich eine Entwicklung an, sie ist auch schon voll im Gang und ist auch nicht mehr aufzuhalten. Stichwort Kryptographie, die die Blockchain und die wiederum den Bitcoin ermöglicht hat.

Bitcoins dezentralisierte Erscheinungsform ist eines der bedeutendsten Merkmale einer echten Kryptowährung..

Es ist das Merkmal von Freiheit.

Das bedeutet, dass Bitcoin nicht beliebig oder willkürlich von einer zentralen Gruppe von Gangstern, politischen Blutsaugern oder anderen Feinden der Freiheit kontrolliert werden kann.

Natürlich ist es eine Gruppe von Entwicklern, die Entscheidungen treffen hinsichtlich Protokolländerungen (obwohl diese noch abhängen von Genehmigungen durch Miner und Node Betreibern), die jedoch keinesfalls über dieselbe Autorität oder Macht verfügen wie irgendwelche Soziopathen, die Zentralbanken manipulieren.

Nur ein Konsens unter Entwicklern und der Community determinieren Wachstum, Evolution und Richtung des Protokolls.

Bitcoin passt daher perfekt zum neuen, modernen Typus einer dezentral organisierten und Freiheit-basierten Community.

Von Freiheit und Unabhängigkeit träumt doch fast jeder, oder?

Gold vs. Bitcoin

Wenn es um Knappheit und um Fälschungssicherheit geht, dann übertrifft Bitcoin auch das Gold.

Es gibt Menschen, die glauben, dass die Eigenschaften von Edelmetallen wie z.B. Gold die fundamentalen Merkmale von Bitcoin weit ausstechen. Viele führen an, dass Gold Seltenheitswert hat und fälschungssicher ist.

Allerdings sieht die Realität anders aus: Gold ist keineswegs so knapp, wie wir annehmen und außerdem gibt es für Gold oft genug nur faule Imitate .

 

  1. Der Seltenheitswert von Gold im Vergleich zu Bitcoin:

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es unermesslich große Mengen an Mineralien im Weltraum gibt, speziell in Asteroiden. Die NASA Mission OSIRIS-Rex wurde am 8. September 2016 gestartet. Sie ist nur eins von diversen Projekten, die das Ziel verfolgen, Mineralien aus Asteroiden abzubauen.  Ein Asteroid kann  – abhängig von der Größe –  hunderttausende Kilo Gold enthalten. Auch Google’s Programm „Planetary Resources“ arbeitet daran, in Asteroiden zu minen.

Aber auch auf der Erde gibt es vermutlich viel mehr Gold als wir heute noch glauben. Z.B. unten in den Ozeanen. Und, jedes Jahr werden neue Goldminen gefunden. Erst kürzlich wurden mehr als 382 Tonnen Gold in Shandong, China, entdeckt,  – mehr als die gesamte Bitcoin Markt-Kapitalisierung heute. In nur 2 Jahren können Abtragungsarbeiten beginnen.

 

  1. Fälschungssicherheit

Es ist allseits bekannt, dass Bitcoin weder dupliziert noch gefälscht werden können. Sog. „double-spending“ ist ausgeschlossen.

Andererseits, erst kürzlich, wurde in Edmonton, Canada, vor falschen und betrügerischen Gold Barren gewarnt, die professionell verpackt waren. Die Barren wurden vom EPS (Edmonton Police Service) getestet. Ergebnis: Es handelte sich um vergoldete  Kupfer-Barren.

Weiterhin: Im Letzten Monat haben Ermittler in China eine Produktion von gefälschten Goldbarren im Wert von (umgerechnet) 1,6 Milliarden US-$ entdeckt. Dieses Gold haben Banken zur Deckung von Grundschulden und Darlehen verwendet. Die gefälschten Barren bestanden aus 62% Wolfram und waren von einem Mantel aus solidem Gold umgeben.

Der Seltenheitswert von Gold und die behauptete Fälschungssicherheit sind also durchaus etwas irreführend.

Andererseits, die Anzahl von Bitcoins ist unabänderbar begrenzt. Fälschungen sind nahezu unmöglich.

Den Vergleich Bitcoin zu Edelmetallen wie z.B. Gold, gewinnt Bitcoin in den folgenden Disziplinen: Seltenheit, Fälschungssicherheit, Teilbarkeit, Übertragbarkeit und Mobilität.

 

FAZ, Samstag 08. April 2017: Deutschland erkennt Bitcoins als privates Geld an

Die deutsche Bundesregierung hat die digitale Währung Bitcoin als „Rechnungseinheit“ anerkannt.

Damit seien sie eine Art „privates Geld“, welches in „multilateralen Verrechnungskreisen“ eingesetzt werden kann.

Die Internetwährung Bitcoins hat damit in Deutschland einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Rechtssicherheit gemacht. Das Herstellen von Bitcoins ist somit „private Geldschöpfung“, wie das Bundesfinanzministerium mitteilte.

Damit ist die Digitalwährung rechtlich und steuerlich gebilligt.

Das geht aus einer Anfrage des FDP-Abgeordneten Frank Schäffler hervor, welche der F.A.Z. vorliegt. Das Finanzministerium hat sich zuletzt häufiger mit den Bitcoins beschäftigt. So wurde ebenfalls durch eine Anfrage von Schäffler bekannt, dass Kursgewinne aus Bitcoins nach einem Jahr steuerfrei sind. Der Fiskus behandelt sie also anders als Aktien, Zertifikate oder Fonds. Diese unterliegen einer Abgeltungssteuer von 25 Prozent. Das Finanzministerium erklärte dazu, dass die Veräußerung von Bitcoins nach einem Jahr ein privates Veräußerungsgeschäft im Sinne des Einkommenssteuergesetz sei.

BitCoin China

China ist wohl die Hochburg des BitCoin. Auf jeden Fall gibt es dort u.a. auch die größten Miningfacilities.

Die chinesische Regierung hat ein wachsames Auge auf die Szene, da sie Kapitalflucht in großem Umfang befürchtet und daher am liebsten einen Riegel vor Bitcoin Aktivitäten schieben möchte.

Wenn solche Bestrebungen wieder mal öffentlich werden und die Regierung die Bitcoinbörsen reglementieren möchte, dann hat das immer Auswirkungen auf den Bitcoin Kurs.

Kein Wunder also, dass der Kurs am 5. Januar 2017 vorübergehend um einige Prozente einbrach.

Letztlich muss man jenen, die Bitcoin als einen Safe Haven nutzen, klar machen, dass Bitcoin selbst nicht reguliert werden kann.

Bitcoin ist ein weltweites und dezentrales System, das keine Regierung der Welt verbieten kann. Die Bitcoin-Nutzer Chinas und der ganzen Welt müssen also wissen, dass Bitcoin nicht abhängig von sicherlich großen Exchanges z.B. Börsen ist (…, die ja sogar Pleite gehen können, wie schon mal geschehen).

Bitcoins können nicht pleitegehen.