Zwei Jahre Bitcoin-Diskussionen

2017: Hype und Blase. 2018: Die Blase platzt.

Wer diskutiert da eigentlich? Es sind Optimisten, die alles schön reden und es sind immer wieder die Kritiker, die ohnehin alles schlecht reden aber immer verstummen, wenn sie im Unrecht waren.

Die Optimisten sprechen von unglaublichen Kursentwicklungen, die Kritiker sprechen von Alltagstauglichkeit, Transaktionsmengen, Stromverbrauch und sagen immer wieder neu den Tod von Bitcoin voraus.

Kaum einer spricht aber von dem Grundgedanken, der überhaupt zu der Entwicklung einer weltweiten kryptographischen Währung wie Bitcoin geführt hat.

Zur Erinnerung: Die Blase war bereits 2008 geplatzt. Genau DAS war der Grund. Crash der Weltmärkte. Vorangegangen war der Hype des Fiatgeldes. Die Überflutung der Märkte mit Notenbankgeld hatte nichts mehr mit der volkswirtschaftlich begründeten Nachfrage nach Geld zu tun, sondern war rein staats- und macht-politisch motiviert.

Notenbanken haben unbegrenzt Geld gedruckt (sie tun das heute immer noch), Banken haben ungedeckte Kredite gegeben (sie tun das heute immer noch), die Staats- und Privat-Schulden waren ins Unermessliche gewachsen (und wachsen heute noch immer weiter). Krise und Zusammenbruch waren unvermeidlich und das weltweit. Das war also 2008.

Und wer wurde in die Haftung genommen? Zypern und Griechenland waren damals.

Heute stehen wir vor der nächsten Krise. Nicht nur Insider warnen, auch offiziell (EZB, Schäuble etc.) wird deutlich vor einem bevorstehenden Crash gewarnt. Das Bargeld wird abgeschafft, ob wir das wollen oder nicht.  Banken, die pleite gehen, können nur  – wenn überhaupt –  mit unserem privaten Vermögen gerettet werden. Dafür braucht die Regierung die totale Kontrolle, auch über unsere Barreserven, Euro oder DM.

Der Grundgedanke, der zu Bitcoin geführt hat, ist also nur folgerichtig: Unabhängigkeit von Banken, keine staatliche Einflussmöglichkeit, keine Inflation, Selbstverantwortung.

Dass ein so großes Konzept von finanzieller Unabhängigkeit nicht von heute auf morgen perfekt funktioniert, das versteht jeder, der mindestens halbwegs intelligent ist. Die Arbeit an der Perfektionierung ist jedoch voll im Gang, viele haben das noch nicht gemerkt und kritisieren drauflos.

Wer abhängig bleiben will, braucht keine Bitcoin. Freiheit geht nicht ohne Bitcoin. Freiheit braucht Bitcoin.

 

 

 

 

 

Krypto: Crash oder Phase der Konsolidierung?

 

Die Kritiker freuen sich und sprechen von Abenddämmerung. Sie verweisen auf das vergangene Jahr, als der Bitcoin Kurs fast bei 20.000 US$ lag. Von da ab stetig gesunken auf 3.500 US$. Sie nennen das Crash.

Was war passiert?

Seit 2009 gibt es ein ganz neues, ein junges Finanzprodukt. Immer, wenn so etwas entsteht, dann stehen Spekulanten und Trader auf der Matte und beobachten gierig den Verlauf. Es ist nicht so sehr die dahinter stehende Philosophie, als die Begierde Geld zu machen.

Immer mehr sind auf den sich rapide beschleunigenden Zug gesprungen, der dann Ende 2017 fast die 20.000 erreichte. Nicht zu erwähnen, dass die Entwicklung eine Vielzahl weiterer Kryptogelder nach oben im Schlepptau hatte. Das war durchaus kein Hype, sondern einfach eine spekulative Nachfrage.

Preise bilden sich in einer Wirtschaft nämlich immer nur nach Angebot und Nachfrage. Wenn das Angebot begrenzt ist und die Nachfrage steigt, dann steigt der Preis, das ist völlig normal.

Spekulanten, die sehr früh eingestiegen waren, haben immense Gewinne mitgenommen, als sie dann schließlich Ende 2017 verkauft haben. Und jetzt ging es andersherum. Wenn Gewinne mitgenommen werden und der Preis daraufhin sinkt, dann ziehen andere nach und verkaufen auch.

Der Preis sinkt solange, bis alle Spekulation raus ist aus dem Markt. Was bleibt, ist der Kern. Und der besteht woraus? Aus Leuten, die scherzhaft als „Hodler“ bezeichnet werden.

Hodler sind Leute, die ihre Kryptocoins halten, obwohl der Kurs sinkt und die Coins immer mehr an Wert verlieren. Warum tun sie das? Sie tun das, weil sie nicht den Umstauschwert Ihrer z.B. Bitcoins im Auge haben, sondern die Philosophie, die hinter den Kryptowährungen steht, nämlich die Technologie.

Es handelt sich um die Technologie der vollständigen Dezentralität, die die Rückgewinnung eines Stücks persönlicher Freiheit nicht nur verspricht, sondern gewährt. Diese Technologie hat mittlerweile einen Grad der Verbreitung erreicht, dass nur noch die Gemeinschaft einer Vielzahl von Nationen weltweit mit diktatorischen Regierungen eine Einschränkung des technologischen Fortschritts bewirken könnte.

Japan, Österreich, die Schweiz, um nur einige wenige zu nennen, sind bereits ganz vorne dabei, die Entwicklung zu fördern. Deutschland schläft noch, aber rekelt sich bereits in den morgendlichen Federn. Der öffentliche Diskurs hat immerhin schon den deutschen Bundestag erreicht.

Viel mehr Unabhängigkeit in der heutigen regulierten Zeit steht für Menschen, die langfristig und open-minded denken, ganz oben auf der Wunschliste. Satoshi Nakamoto hat uns ein Vehikel geschenkt, dass diese Aussicht Realität werden lässt. Sobald dieses Konzept raus ist aus den Kinderschuhen und sich weltweit verbreitet, wird es für den Kurs nach oben keine Grenzen geben.

Dorn im Auge der Banken

Lange haben die Banken Bitcoin & Co verteufelt. Die Argumente in dieser Zeit waren angstgesteuert. Warum? Kryptowährungen funktionieren „Peer-to-Peer“. Eine Bank wird da einfach nicht gebraucht. Banker fürchteten daher um ihre Jobs. Und tun es heute noch.

Die Boulevard-Presse hat die Szenarien des Schreckens und die Risiko Warnungen, die die Banken gegenüber ihren Kunden verbreitet haben, gerne übernommen, anstatt sich objektiv und sachlich mit der Materie auseinander zu setzen. Die breite Öffentlichkeit lässt sich natürlich beeinflussen und gerät somit zu einem schiefen Urteil.

Die Fachpresse macht es da besser. Das sind Leute, die die Materie verstehen und den Markt nicht nur aktuell, sondern auch vorausschauend beurteilen.

Kryptowährungen sind beileibe nicht perfekt. Volatilität, Alltagstauglichkeit, Zugang sind zum Beispiel Kritikpunkte, die die breite Anwendung bisher ausbremsen. Immerhin haben wir es mit einer neuen Technologie zu tun, die erst dabei ist, den Kinderschuhen zu entwachsen.

Langsam zwar, aber absolut sicher jedoch verbreitet sind inzwischen die Auffassung, dass es kein Vorbei mehr gibt, was die neuen alternativen Zahlungsmethoden und was Bitcoin & Co betrifft. Gefühlt gibt es kaum mehr ein Unternehmen, dass sich noch nicht mit Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain Technologie für ihre innerbetrieblichen Zwecke befasst. Die Blockchain Technologie ist die Grundlage nicht nur für die Kryptowährungen, sondern für eine breite Vielzahl von Anwendungen.

Staaten und Regierungen, deren Sorge sich in erster Linie auf Sicherheit, Geldwäsche und Kontrollierbarkeit bezieht, sind dabei, über eine sinnvolle Regulierung nachzudenken, die technischen Fortschritt und Innovationskraft nicht behindert.

Damit wird gleichzeitig der Boden für die weitere breite Akzeptanz durch große Finanzdienstleister gesorgt.

Und siehe da, die ersten Banken fangen an, sich aus ihrer Antihaltung zu lösen und sich ernsthaft mit dem Nutzen von Blockchain und Kryptowährungen auseinander zu setzen. Das erste Bankinstitut hat sich mit einem Krypto Start-up zusammengetan und bietet jetzt Bitcoin Konten mit vollwertigen Bankdienstleistungen an.

Kaum zu glauben

Blockchain, Bitcoin & Co, die „Schmuddelkinder“ der Finanzszene? Weit gefehlt. Kryptozahlungen und Blockchain sind mittlerweile DER Rettungsanker für die vom Fortschritt der Technologie bedrohten Bankinstitute.

Ralph Hamers, Chef der niederländischen Bank ING, sagte, dass die Digitalisierung verheerende Wirkung in der Bankbranche hinterlassen werde. Schon in wenigen Jahren werde jeder zweite Banker nicht mehr benötigt.

Bislang standen Banken den neuen Kryptowährungen ablehnend gegenüber. Doch das ändert sich gerade.

Die Technik wird das Geschäft der Banken grundlegend verändern. Es geht um nicht weniger als um die Neuerfindung der Banken, meint Anja Bedford, der neue Liebling von Christian Sewing. Christian Sewing ist der Chef der Deutschen Bank.

Sewing sagte kürzlich: „In fünf bis zehn Jahren wird man das Bankgeschäft kaum noch wiedererkennen“. Anja Bedford ist seit gut zwei Jahren als Direktorin in London für die Blockchain-Entwicklungen verantwortlich. Bedford ist das Gesicht für die Zukunft der Deutschen Bank.

Das wichtigste Projekt von Anja Bedford ist, eine eigene Kryptowährung für Banken zu entwickeln. Sie arbeitet nach dem Motto: „Macht es noch Sinn, das alte System zwanghaft anzupassen, oder schaffen wir lieber gleich etwas ganz Neues?”

Sewing und Bedford sind keineswegs allein. Blackrock, weltgrößter Vermögensverwalter, Goldman Sachs, GPMorgan, die Bank of America, Santander, der niederländischen Finanzkonzern ING und, und, und. Wohl kein einziges namhaftes Institut kann es sich leisten, sich nicht mit der neuen Technologie auseinander zu setzen. Alle sind sich bewusst, dass die revolutionäre Technik, auf der alles Kryptogeld basiert, zur Gefahr für den ganzen Berufsstand geworden ist.

Kritik an Krypto und MLM

Immer wieder werden Innovationen von konservativen, d.h. von gewohnheitsmäßig etablierten Kräften verteufelt. Die Begründung ist offenkundig. Das Neue ist der Feind des alten. Innovationen werden als Bedrohung empfunden.

Journalismus sollte eigentlich ein ehrliches Geschäfts sein. „Eigentlich“ steht für die Journalisten, die durch schlechte Recherche oder durch beeinflusste Meinungsäußerungen eine Branche in den Schmutz ziehen. Und dann gibt es Experten., – tatsächliche und selbst ernannte. Die selbst ernannten geben vor, sich lange mit einem Thema auseinander gesetzt zu haben, gehen mit ihren Ansichten an die Öffentlichkeit und werden von dieser für Experten gehalten.

Zweifellos gibt es in der neuen Branche der Kryptoindustrie eine Reihe von schwarzen Schafen, die es zu kritisieren gilt.

Aber selbst die „weissen Schafe“ werden gelegentlich angefeindet, weil einzelne enttäuschte Anleger abenteuerliche Kalkulationen aufmachen und falsche Behauptungen aufstellen, die von den ahnungslosen selbsternannten Experten unkritisch und unreflektiert als eigene Expertenmeinung übernommen werden.

Das seit Jahrzehnten rechtlich und wirtschaftlich anerkannte Vermarktungsprinzip des Empfehlungsmarketing, auch als Network Marketing oder MLM bekannt, ist ein beliebtes Objekt für unseriöse Kritiker. Sie bezeichnen pauschal alle Unternehmen, die ihre Konzepte in der Form des Empfehlungsmarketing vermarkten, als „Schneeballsysteme“ und damit als illegal. Und dies ohne sich zuvor mehr als nur oberflächlich mit jedem einzelnen Konzept beschäftigt zu haben, um danach zu der Erkenntnis zu gelangen, dass die getroffenen Aussagen nur dazu angetan sind, einer ganzen Branche zu schaden. Immerhin beweist das berechtigte Zweifel am jeweiligen Expertenstatus.